Ausschuss für Wohnen und Umwelt 17.02.22

Ausschuss für Wohnen und Umwelt 17.02.22 150 150 Wählergemeinschaft Handeloh
Wieder eine Premiere. Am 17.02.22 tagte zum ersten Mal der Ausschuss für Wohnen und Umwelt. Besonders erfreulich: Obwohl der Ausschuss Corona-bedingt nur online stattfand, nahmen zahlreiche Bürger:innen an der Sitzung teil. Das dürfte wohl auch an den interessanten Tagesordnungspunkten gelegen haben.
Gleich zu Beginn ging es um den finalen Ausbau des Wildbienenwegs. Inzwischen sind alle Grundstücke bebaut, die Neubürger:innen eingezogen. Zur Erinnerung: Ohne FWH und SPD hätte es dieses Wohngebiet nicht gegeben. Erschwingliches Bauland jungen Familien zur Verfügung zu stellen, ist eine der zukunftsweisenden Aufgaben einer Gemeinde. Aus diesem Grund werden wir uns auch weiterhin für die Entwicklung des Baugebiets Wörmer Straße Ost einsetzen. Doch dazu später.
Zurück zum Wildbienenweg: Das beauftragte Planungsbüro hat angekündigt, die Anwohner bei der Planung der Straßenbeleuchtung und der Zufahrten zu beteiligen. Die Gespräche sollen in etwa fünf bis sechs Wochen stattfinden.
Dann stellte Luisa Stemmler vom Planungsbüro AGNL („Arbeitsgruppe für Naturschutz und Landschaftspflege“) das vom Gemeinderat in Auftrag gegebene Konzept zur Förderung der Insektenvielfalt in der Gemeinde vor. Unter der Bezeichnung „Summende Kommune“ hat der Rat auf Antrag der FWH/SPD-Gruppe bereits im Juni 2016 beschlossen, Maßnahmen zum Wildbienenschutz auf der Ausgleichsfläche des B-Plans Wörmer Straße-West zu entwickeln. Im Frühjahr 2021 wurden im ersten Schritt auf fünf Teilflächen mit einer Gesamtgröße von etwa 1.000 Quadratmetern der Mutterboden abgetragen und die darunter liegende Sandschicht für bodennistende Insekten freigelegt. Luisa Stemmler stellte anschaulich die Ergebnisse ihrer Untersuchungen und die daraus resultierenden Handlungsempfehlungen für die Gemeinde vor. Diesen Empfehlungen zu folgen, liegt nunmehr beim Gemeinderat.
Von großem Interesse war auch die Vorstellung des „Wohnprojektes Wörme“. Hier geht es um die Idee, die Fläche des ehemaligen Sportvereins SV Holm-Seppensen (aktuell haben dort die Pfadfinder ihre Zelte aufgeschlagen; der Pachtvertrag für eine von ihnen genutzte Teilfläche läuft noch acht Jahre) zu einem Zuhause für Jung und Alt zu entwickeln. Initiator ist die Hofgemeinschaft Hof Wörme, die das Planungsbüro Conplan ins Boot geholt hat. Conplan realisiert seit 30 Jahren ähnliche Projekte – etwa „Wilde Rosen“ bei Ahrensburg. Dabei steht das Wohnen unter ökologischen und sozialen Gesichtspunkten im Vordergrund. Makler und Investoren sind nicht involviert, stattdessen entwickeln die späteren Eigentümer das Projekt gemeinsam. Auf der Gesamtfläche könnten bis zu 62 Wohneinheiten entstehen (sieben Reihenhäuser und drei Mehrfamilienhäuser). Ein Gemeinschaftshaus mit Co-Working-Plätzen sowie ein Hofladen sind geplant. Das Areal ist autofrei. Pascal Schröder von den Pfadfindern bat darum, den Verein in die Planungen einzubeziehen. Dem spricht laut den Eigentümern nichts entgegen. Die Verwaltung wird gebeten, die baurechtlichen Vorgaben zu prüfen (Abstand zum Wald, Anzahl der Geschosse, Abwasserbeseitigung). Außerdem werden die einzelnen Fraktionen das Thema intern besprechen. Grundsätzlich ein spannendes Projekt.
Vorgestellt wurden auch Parkplatz-Optionen für das Büsenbachtal, die der zuständige Arbeitskreis erarbeitet hat.
Zum Schluss wurde es dann kontrovers: Grüne und CDU wollen nach wie vor mit allen Mitteln verhindern, dass Handeloh für neue Bürger:innen zu einem Zuhause wird. Konkret geht es um das Baugebiet Wörmer Straße Ost. Zur Erinnerung: Die FWH hat gemeinsam mit der SPD nach großen Verzögerungsanstrengungen von CDU und Grünen Ende des vorigen Jahres den Satzungsbeschluss gefasst. Das heißt, theoretisch könnte jetzt die Feinplanung beginnen. Vorgesehen sind – in lockerer Bebauung – 18 Einfamilienhäuser und drei Mehrfamilienhäuser. Doch das interessiert Grüne und CDU nicht. Entgegen aller Regeln und im Widerspruch zur Geschäftsordnung des Gemeinderates soll sofort der bestehende Beschluss gekippt werden. Was Grüne und CDU gern vergessen zu erwähnen: Mindestens drei Gemeinderatsmitglieder – darunter der Grüne Bürgermeister – sind als Anwohner direkt betroffen. Fürchten sie etwa auf ihren bislang unverbauten Blick ins Grüne? Das sagen Grüne und CDU natürlich nicht. Stattdessen finden sie vorgeschobene Gründe für ein Änderungsverfahren – und möchten mit einem neuen Planungsbüro von vorn beginnen. Die zusätzlichen Kosten, die auf die Handeloher Bürger:innen zukommen, dürften immens sein. Schade, dass Grüne und CDU Eigeninteresse vor Gemeinwohl stellen.
An dieser Stelle ein Lob für Ratsmitglied Sonja Kröger (Grüne), die in einem ähnlich gelagerten Fall im Arbeitskreis Büsenbachtal befürwortet hat, in dieser Weise indirekt Betroffene sollten sich für befangen erklären. Das ist tatsächlich in einigen anderen Bundesländern auch gesetzlich so geregelt. Bei ihren betroffenen Fraktionskollegen ist sie damit aber wohl nicht durchgedrungen.
Noch ein Hinweis: Bei den Beschlüssen im Fachausschuss handelt es sich lediglich um Empfehlungen. Die finale Entscheidung fällt dann in der Regel im Gemeinderat.
Und hier die nächsten Termine: Am Mittwoch, 23. Februar, tagt der Ausschuss für Dorfentwicklung. Der nächste Gemeinderat ist für Donnerstag, 17. März, vorgesehen. Alle Sitzungen beginnen um 19 Uhr. Ihr möchtet über unsere Arbeit im Rat informiert werden, dann folgt uns bei Facebook oder sprecht uns gern an.

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