Ausschuss für Dorfentwicklung vom 23.02.2022

Ausschuss für Dorfentwicklung vom 23.02.2022 799 324 Wählergemeinschaft Handeloh
Gestern Abend tagte zum ersten Mal der Ausschuss für Dorfentwicklung. Besonders von Interesse war der Tagesordnungspunkt „Sachstand zum Verkauf der Jugendherberge“. Bekannt dürfte sein, dass dort eine Begegnungs- und Wanderherberge entstehen soll, getragen von einer Genossenschaft. Das hatte der Rat im Mai vorigen Jahres entschieden. Gemeindedirektor Peter Dörsam (Grüne) informierte nun darüber, dass die Käufer fehlende Unterlagen bei der Bank eingereicht hätten. Ein Gutachter des Geldinstituts habe daraufhin die Jugendherberge in Augenschein genommen. Dörsam rechnet damit, dass es nun schnell zu Ergebnissen kommen wird. Auf Nachfrage der FWH bestätigte er, dass er einen Entwurf des Kaufvertrags angefordert habe. Dieser soll den Ratsmitgliedern zeitnah vorgelegt werden. Dörsam machte deutlich, dass spätestens im April der Kauf zu Stande gekommen sein muss. Andernfalls müsse man sich mit Alternativen beschäftigen. Laut Konzept stehen in dem sozial-ökologischen Hostel unter anderem soziales Wirtschaften und nachhaltiger Tourismus zu einem „außerordentlichen Preis-Leistungs-Verhältnis“ im Mittelpunkt. Geboten werden sollen in und rund um die Herberge Workshops für Sport, Gesundheit und Wellness sowie Kultur und Aktivitäten für Kinder.
Wir sind gespannt, ob die Käufer liefern werden. Zeit genug hatten sie inzwischen. Alternativ müsste man versuchen, mit den anderen Interessenten wieder ins Gespräch zu kommen. Ein zweites Konzept sah unter anderem ein naturnahes Wohnprojekt für Allein- und Gruppenreisende vor.
Die Jugendherberge wurde übrigens im vorigen Jahr vermietet. Dort waren Saison-Arbeiter untergebracht. Interesse sei auch jetzt an Dörsam herangetragen worden. Er wolle mit den neuen (potenziellen) Eigentümern sprechen, ob sie einer erneuten Vermietung zustimmen, soweit die kurzzeitige Nutzung nicht deren Pläne entgegensteht.
Wie sinnvoll ist eigentlich die Anschaffung einer „Info-Stele“? Daran, dass so ein Gerät positive Auswirkung auf den Tourismus und damit auf die Betriebe im Ort haben könnte, zweifelte niemand am Ratstisch. Allerdings stellt sich die Frage nach den Kosten. Zwar gibt es eine Förderung in Höhe von etwa 11.000 Euro seitens des Landkreises und der Investitions- und Förderbank Niedersachsen. Allerdings muss die Gemeinde Handeloh mindestens noch 6.500 Euro für die Montage aufbringen (wahrscheinlich eher mehr). Weitere 3.000 Euro pro Jahr dürfte der Betrieb kosten. Hier sind längst noch nicht alle Kosten erfasst. Und was ist mit dem Inhalt? Was nützt eine moderne Werbesäule, wenn der Inhalt schon so alt ist, wie das Wochenblatt von gestern? Ein Konzept lag leider nicht vor – auch nicht vom Bürger- und Verkehrsverein Handeloh, der den Antrag gestellt hatte. Fraktionsübergreifender Tenor: Uns fehlen Informationen, um uns eine abschließende Meinung zu bilden.
Nicht unerwähnt sollte bleiben, dass Ausschuss-Vorsitzende Iris Gronert (CDU) den Mitgliedern der Freiwilligen Feuerwehr im Namen aller Ratsmitglieder für ihren Einsatz im Zuge der Stürme dankte. Sie berichtete zudem, dass eine Anwohnerin eine Spenden-Sammlung zu Gunsten der Feuerwehr in Wörme organisieren möchte. Vielleicht wäre das auch eine Idee für das ganze Dorf? Die ehrenamtlichen Retter leisten eine großartige Arbeit – und das nicht nur, wenn es stürmt.
Die Gemeinde plant übrigens eine Müll-Sammel-Aktion am 19. März. Infos folgen demnächst – so kündigte Gronert an.
Bereits am Samstag, 26. Februar findet eine Entkusselungs-Aktion statt. Heinrich Richter (FWH) ist beteiligt. Bereits in den Jahren 2019 und 2020 hat es aufgrund einer Initiative von Bürger:innen Aktionen zur Entkusselung von Heideflächen gegeben. Jetzt geht es um die Fläche am Seeveradweg in der Nähe des Bahnübergangs Wörmer Straße/Im Dorfe. Wer helfen möchte, findet sich um 10 Uhr am beschriebenen Bahnübergang ein. Zuvor bittet unser langjähriger Bürgermeister um Anmeldung via E-Mail an richter-heinrich@t-online.de.
Der nächste Gemeinderat ist für Donnerstag, 17. März, um 19 Uhr vorgesehen. Bereits am Donnerstag, 3. März, tagt der nicht-öffentliche Verwaltungsausschuss. Dass wir über den frühen Beginn um 17 Uhr nicht glücklich sind (19 Uhr war viele Jahre die Regel), haben wir bereits hier erwähnt. Wir bleiben dabei: Grüne und CDU finden es wohl wichtiger, früher ins Bett zu kommen beziehungsweise, dass Gemeindedirektor Dörsam früher Feierabend hat, als Rücksicht auf berufstätige Ratsmitglieder zu nehmen.
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Foto: Auch um das Thema Jugendherberge ging es gestern Abend im Ausschuss für Dorfentwicklung.

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